Tragen bedeutet weniger weinen

Kinder, die regelmäßig getragen werden bis zu 50%! schreien.  Das haben mittlerweile auch Studen belegen können. Und wir wissen alle: Entspannte Kinder bedeuten auch entspannte Mütter.

Wir sind Traglinge

Menschen sind, wie Affen oder Fledermäusen auch Traglinge. Anders als bei Nesthockern und Nestflüchtern ist das Überleben des Babys an die mütterliche Nähe gebunden. Dies findet sich auch in der Anatomie des Babys wieder: Die anfängliche Wirbelsäulenkrümmung und die Spreiz-Anhock Haltung weist darauf hin, dass das Baby getragen werden soll, wie der Greif- und Anklammerungsreflex.

Den Kinderwagen gibt es erst seit wenigen Generationen

Und er wurde zu einer Zeit erfunden, wo Kindermädchen und Ammen für den Nachwuchs der feinen Hofdamen verantwortlich waren. Sie wurden weitab von der Mutter erzogen. In der Menschheitsgeschichte wurde also viel länger getragen als geschoben.

Getragene Babys lernen viel

Die Zeit, die die Kleinen statt mit dem Verusch auf Mams Arm zu kommen in einer ruhigen Wachsamkeit am Körper verbringen, ist eine ideale Voraussetzung zum Lernens. Durch die kontinuierliche Rückversicherung zu den Eltern, die in ständiger Interaktion mit dem Umwelt sind, nehmen die Baby so die Umgebungsreize wahr und können sie stressfrei verarbeiten. Es  entstehen neue neuronale Bahnen und die Sprößlinge lernen sich und die Umwelt ganz entspannt kennen.

Tragen hilft dem Gleichgewichtsinn

Das ständige Bewegen der Mutter oder des Vater bedeutet automatisch auch ein dauerhaftes Training für den Gleichgewichtssinn. Dies ist eine tolle Vorbereitung für das spätere Krabbeln, Laufen, Klettern, Spieln etc.

Tragen ist super gegen Bauchweh

Die kontinuierliche Bewegung in beim tragen ist für das Baby und dessen Verdauungssystem, wie eine dauerhafte Massage, die gegen die sogenannten Dreimonatskolliken ideal hilft. Außerdem wurde bei getragenen Babys weniger Reflux festgestellt.

Überall auf der Welt  ist Tragen Gang und Gebe

In den vielen Ländern ist das (Langzeit-)Tragen ganz normal. Dort werden Kinder meinst bis (mind) 3 Jahre noch getragen.  Die Notwendigkeit des Tragens weltweit ist übrigens auf die nomadischen Subsistenzverhältnissen zurückzuführen, die über 99% der menschlichen Stammesgeschichte prägte.

Tragen – das Stillen für Väter

Das Tragen des Nachwuchses ist eine wunderbare Möglichkeit für Väter eine gute Bindung zum Baby aufzubauen. Die dadurch automatisch entstehende Nähe fördert die Bindung und das dabei ausgeschüttete Hormon Oxytocin macht happy. Außerdem entlastet es die Mama, ist ein richtigs Workout und fördert exklusive Papa-Kind-Zeit von Anfang an.

Tragen entlastet

Eigentlich ganz offensichtlich, das Tragen macht mobiler: Du hast beide Hände frei und kannst das Baby überall mitnehmen. Was viel zu oft vergessen wird: Du kannst auch schnell mal der Freundin, Schwester, dem Cousin etc. das Baby umbinden und spazieren schicken, um in Ruhe baden zugehen, kurz durchzuatmen oder einen wichtigen Termin wahrzunehmen. Die Wahrscheinlichkeit dass der Nachwuchs Schwierigkeiten bereitet, ist gering. (der Tipps kam übrigens von Frauke in meiner Einfach Eltern Weiterbidung)

TrageberaterInnen sind ihr Geld wert!

Meist wird schon vor der Geburt eine Trage oder ein Tuch gekauft und in Eigenregie ausprobiert. Das klappt meist nur mittelmäßig. Das Kind sitzt falsch und wird unruhig, die Bindeweise ist suboptimal oder die ganze Tragehilfe unbequem. Schnell wird das Thema Tragen ad acta gelegt. Das ist gleichermaßen unnötig und schade. Eine gute TrageberaterIn kann das Dilemma schnell aus dem Weg räumen. Gemeinsam sucht ihr nach der richtigen Tragehilfe, und lernt, wie man sie richtig verwendet. Und schon steht dem erfolgreichen Tragen nichts mehr im Weg.

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Mehr Infos findet ihr hier:

http://kinderverstehen.de/images/Tragen_Renz-Polster.pdf

http://www.hebammenblog.de/babys-richtig-tragen-hintergruende-produktempfehlungen/

http://www.tragzeit.de/informationen/babys-tragen

Tolle Trageanleitung:

https://www.youtube.com/channel/UCsRH6spuLJzh_mbWtu-ukjg